Miró. Malerei als Poesie

Die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen (K20), direkt gegenüber des Derag Livinghotels De Medici gelegen, wartet vom 13. Juni bis 27. September 2015 mit einer großartigen Ausstellung auf.

Miró. Malerei als Poesie gibt einen umfassenden Einblick in die Schaffenskraft des spanischen Malers Joan Miró. Tanzende Sterne und fantasievolle Symbole aller Art bevölkern seine Werke. Die Ausstellung beleuchtet zum ersten Mal das enge Wechselspiel zwischen der Kunst des Spaniers und der avantgardistischen Literatur seiner Generation.

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Foto: Simone Huhn

Bei der Eröffnung der Ausstellung war der Enkel des großen Künstlers, Joan Punyet Miró zugegen und erzählte launig und im Plauderton über seinen berühmten Großvater.

Der Enkel des großen Künstlers, Joan Punyet Miró. Foto: Simone Huhn
Der Enkel des großen Künstlers, Joan Punyet Miró. Foto: Simone Huhn

Als 27-jähriger verließ Joan Miró 1920 seine Heimatstadt Barcelona und ging nach Paris, suchte dort die Nähe seines Idols Picasso und geriet in Kontakt mit den Strömungen Dadaismus und Surrealismus. Bedeutetende Literaten ihrer Zeit wie Tristan Tzara, Max Jacob oder André Breton wurden seine Freunde. Sein großer Bewunderer Ernest Hemingway, zu der Zeit noch wenig wohlhabend, erstand 1925 mit geliehenem Geld ein Gemälde Mirós. Von 1946 bis 1948 war Miró in New York in Kreisen um Jackson Pollock und anderen bekannten, aufstrebenden amerikanischen Künstlern tätig. Ab 1956 hatte er einen Wohnsitz auf der Insel Mallorca. 1983 starb der spanische Maler, Bildhauer und Grafiker im Alter von 90 Jahren in der Inselhauptstadt Palma.

Dr. Marion Ackermann, Künstlerische Direktorin der  Kunstsammlung NRW, Joan Punyet Miró
Dr. Marion Ackermann, Künstlerische Direktorin der Kunstsammlung NRW, Joan Punyet Miró. Foto: Simone Huhn

Ein besonderes Kapitel widmet die Kunstsammlung NRW dem Thema der Malbücher Mirós und der Bibliothek des manischen Lesers – Miró hat die Literatur geradezu verschlungen. Dank umfangreicher Leselisten des Spaniers kann sich der Ausstellungsbesucher in der teilweise rekonstruierten Bibliothek Mirós, die in die Ausstellung integriert wurde, selbst in die Lieblings-Lektüre des Künstlers vertiefen. Miró dichtete auch selbst und integrierte humorvolle wie nachdenkliche Sätze in seine Werke.

In einem Teil der Ausstellung ist die rekonstruierte Bibliothek Mirós zu sehen. Foto: Joan Miró
In einem Teil der Ausstellung ist die rekonstruierte Bibliothek Mirós zu sehen. Foto: Simone Huhn

Die Leihgaben der Ausstellung stammen aus international angesehenen Sammlungen wie der Fundació Joan Miró in Barcelona, der Fundació Pilar y Joan Miró auf Mallorca, dem Museum of Modern Art in New York, der Tate in London und dem Philadelphia Museum of Art.

Miro. Malerei als Poesie. Eine Ausstellung der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf und des Bucerius Kunst-Forums, Hamburg. 13. Juni bis 27. September 2015

Partner und Sponsoren:

Gefördert durch die Prof. Otto Beisheim Stiftung

Gefördert vom Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW

Ausstellungssponsor: Schwarzkopf

Unternehmenspartner: Breuninger

Medienpartner: Handelsblatt