Meditation im Alltag

Was ist Meditation?

Meditation ist eine spirituelle Praxis, die schon seit Jahrhunderten von verschiedensten Religionen und Kulturen ausgeübt wird, um den Geist zur Ruhe zu bringen. Durch Konzentrations- und Achtsamkeitsübungen soll das Bewusstsein erweitert werden, um völlig frei von Gedanken an Zukunft oder Vergangenes im Hier und Jetzt zu sein. Nicht nur im Buddhismus und Hindusimus, sondern auch im Christentum, im Islam und im Judentum nehmen meditative/geistige Übungen seit jeher eine wichtige Rolle ein, um den Geist zu sammeln und das Stadium der vollkommenen Entspannung zu erreichen.

Die verschiedenen Meditationstechniken haben sich aus den unterschiedlichen Religionen, Schulen oder auch einzelnen Lehrern heraus entwickelt, haben allerdings im Grunde alle das gleiche Ziel: einen Bewusstseinszustand zu erreichen, in dem der Geist frei von allen Gedanken, Bewertungen, Sorgen ist und sich uneingeschränkt entspannen kann.

Meditation im Alltag

Auch im Alltag können Meditationsübungen helfen, abzuschalten und den Geist zur Ruhe zu bringen. Und dafür brauchen Sie nicht mehr als 10 Minuten Zeit am Tag nur für sich und einen ruhigen Ort.

Am besten wirkt Meditation wenn man Sie regelmäßig, am besten täglich praktiziert. Der beste Zeitpunkt dafür ist frühmorgens oder spätabends, wenn der Geist sich noch oder schon in einer Ruhephase befindet. Aber auch jeder andere Zeitpunkt, der in den Zeitplan passt, kann für diese kleinen Übungen genutzt werden.

Meditieren lernen

Besonders wichtig bei der Meditation ist die Sitzhaltung, die in jedem Fall bequem sein sollte. Der sogenannte Lotus-Sitz mit gekreuzten Beinen ist besonders gut für das Meditieren geeignet, da die Energie in einem Dreieck fließen kann. Aber auch jede andere Sitzposition, die ihnen bequem erscheint, kann genutzt werden. Wichtig hierbei ist ein gerader Rücken, der nicht an die Wand gelehnt ist, um den Energiefluss im Körper nicht zu unterbrechen. Die Hände können entweder gefaltet werden oder auf Knie oder Oberschenkel abgelegt werden, wobei sich Daumen und Zeigefinger berühren.

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Der zweite Schritt ist der wohl schwierigste in der heutigen Zeit: das zur Ruhe kommen. Dazu wird die eingenommene Sitzhaltung ganz bewusst wahrgenommen und die Augen geschlossen. Versuchen Sie nun all ihre Gedanken zu verbannen und ihren Geist zu beruhigen, indem Sie sich auf ihre Atmung konzentrieren und beim ein- und ausatmen gedanklich mitzählen. 4 mal einatmen, 4 mal ausatmen. Sobald die Gedanken wieder im Kopf umher wandern, setzen Sie alle Konzentration wieder auf die Atmung und beobachten Sie wie sie innerlich ruhiger werden. Anleitungen zu verschiedenen Atemtechniken, wie die tiefe Bauchatmung finden Sie zum Beispiel hier. Es können auch verschiedene Mantras bzw. Gebete im Kopf wiederholt werden, um die Konzentration zu halten und nicht abzuschweifen. Immer dann wenn Gedanken aufkommen, kehren Sie zur Atmung oder zum Mantra sagen zurück. Am Ende einer Meditation vertiefen Sie ihre Atmung und sprechen 3 mal laut das OM, um so die gewonnene Ruhe und Energie mit in ihren Alltag zu nehmen.

Seien Sie nett zu ihrem Geist

Wichtig beim Meditieren ist sich nicht zu hohe Ziele zu setzen. Zwingen Sie ihren Geist nicht ruhig zu sein, sondern versuchen Sie es ihm beizubringen. Schon 5 Minuten am Tag reichen anfänglich aus, um ihren Geist zu trainieren und sich langsam auf das Meditieren einzulassen.

In Oscar Wilde’s Worten: „Nichtstun ist die allerschwierigste Beschäftigung und zugleich diejenige, die am meisten Geist voraussetzt.“