French meets Düsseldorf – „Was wir an Düsseldorf lieben!“

Die französische Gemeinschaft in Düsseldorf 

Ein Gast-Beitrag von Charlotte Pouille

Als acht jährige kleines Mädchen bin ich mit meinen Eltern und meinen zwei kleinen Brüdern nach Düsseldorf umgezogen. Es war im Oktober, es war kalt, wir waren jung und unzufrieden, unsere Freunde in Frankreich zu verlassen. Sechs Jahre später sind wir zurück nach Frankreich umgezogen, es war im Juni, es war warm, wir waren ein bisschen älter aber wieder traurig, unsere Freunde in Düsseldorf zu verlassen. Heute bin ich 20 Jahre alt und habe mich entschieden ein halbes Jahr in Düsseldorf zu arbeiten.

Rund 6173 Franzosen wohnen laut dem französischen Konsulat in Düsseldorf. Einige haben die Stadt längst angenommen, für andere ist es schwierig, die eigene Heimat zu verlassen und in einem Land mit einer fremden Sprache vollkommen anzukommen. Das kann ich selbst bestätigen.

Nach ein paar Wochen in unserer neuen Stadt haben meine Familie und ich schon einige positive Seiten des Düsseldorfer-Lebens entdeckt. Die Lebensqualität ist hier sehr angenehm. Die Stadt ist grün, naturnah und voller Leben. Französische Kinder lieben die deutschen Spielplätze, da sie oft größer und besser gestaltet sind als die französischen Spielplätze. Die Freibad-Kultur, das Sonntags-Radfahren im Grafenberger Wald, die Spaziergänge im Wildpark, die Kaffee-Kuchen Zeit in gemütlichen Bauernhäusern und das Altbier in der Düsseldorfer Altstadt – Das alles ist für einige Franzosen schon Alltag, für andere angenehme Erinnerungen, an ihre Zeit in der Rheinmetropole.

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Deutsche Traditionen

Was wir Franzosen an Düsseldorf noch mögen, ist die Liebe zu Traditionen. In Deutschland werden andere kulturellen Ereignisse gefeiert als in Frankreich. Meine Familie und ich erinnern uns besonders an Sankt Martin, Weihnachten und Karneval. Was uns am besten gefallen hat? Schwierig zu sagen. Am Martinstag hat man sich als Kind mit seinen Eltern den Sankt Martins – Zug angeschaut und ist danach mit selbstgebastelten Laternen durch die Stadt gelaufen. Dafür haben wir in der Schule extra Martinslieder gelernt, es war für uns eine große Freude diese schönen Lieder auf Deutsch singen zu können und mit unseren selbst gestalteten Laternen den Weg zu beleuchten.

Ein paar Wochen später hat der Weihnachtszauber angefangen…. Zum ersten Mal konnten wir unseren eigenen Adventskranz basteln und ihn an die Haustür hängen. Auch das Plätzchenbacken hat uns die deutsche Weihnachtsstimmung nähergebracht. Jeder der die deutschen Weihnachtsmärkte nicht kennt, wird von den Düsseldorfern Weihnachtshütten positiv überrascht. Der Glühwein erfüllt mit seinem Duft die gesamte Stadt, die vielen Lichterketten und die Weihnachtslieder sorgen für eine angenehme und herzliche Zeit unter Familie oder Freunden auf dem Weihnachtsmarkt. Am Schönsten ist es, wenn man morgens aufwacht und der Garten gänzlich verschneit ist… da ist die deutsche Weihnachtsstimmung auf ihrem Höhepunkt.

Und wenn die Weihnachtstage vorbei sind, ist es schon wieder Zeit an Karneval zu denken – In Deutschland erfordert Fasching nämlich eine komplett andere Vorbereitung als in Frankreich und die Ausmaße sind auch komplett verschieden… In Frankreich dauert Karneval nur insgesamt einen Tag, der sogenannte „Mardi gras“, bzw. „fetter Dienstag“. An diesem Tag kommen die Kinder verkleidet zur Schule und abends isst man traditionell Crêpes. Dieses Ritual wird leider nicht mehr von allen Familien in Frankreich zelebriert, deswegen ist der Düsseldorfer Karneval für die Franzosen besonders beeindruckend! Die ganze Stadt feiert Tage lang und das Thema Verkleidung begeistert Groß und Klein.

Tolle Düsseldorfer Adressen

Es gibt viele Orte und Events in Düsseldorf in die man sich als Franzose verliebt. Die französische Bloggerin Nathalie hat viele tolle Düsseldorfer Adressen gesammelt und teilt ihre schönsten Tipps und Erfahrungen rund um Deutschland auf ihrem französischen Blog. Falls ihr Interesse habt Düsseldorf durch die Augen einer Französin zu entdecken, geht es HIER weiter!

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