Digital Detox – einfach abschalten

Leiden Sie auch unter FOMO? Fear of missing out? Oder auf gut Deutsch: Der Angst, etwas zu verpassen? Wenn der Morgen mit dem Blick auf Facebook, WhatsApp, Twitter & Co. beginnt, beim Frühstück schon die Firmenmails gecheckt werden und Tablet, Smartphone sowie Notebook unsere ständigen Begleiter bis tief in die Nacht sind, dann steht es in punkto Stress nicht gut um uns. Die meisten von uns sind jederzeit erreichbar, immer gesprächsbereit und auf dem neuesten Wissensstand. Einen Anruf, eine Nachricht oder eine Veranstaltung zu verpassen oder gar eine E-Mail einen Tag später zu beantworten, kommt nicht selten einer mittleren Katastrophe gleich. Diese digitale Omnipräsenz gehört in der heutigen Zeit zur Normalität. Damit abfinden muss man sich allerdings nicht. Das Zauberwort lautet Digital Detox und wer sich darauf einlässt, setzt ungeahnte Energien, Produktivität und Kreativität frei und wird von den positiven Effekten überrascht sein.

a tablet computer with the text digital detox written in its screen, placed in the sand of a beach
(c) Fotolia, nito

Was ist Digital Detox?

Grundprinzip der Idee ist der Verzicht auf sämtliche digitale Medien. Wer sich der digitalen Askese oder Entgiftung verschreibt, entsagt dem Smartphone, sämtlichen Social Media Kanälen, dem Internet und natürlich auch den E-Mail Programmen. Und das nicht nur für ein paar Stunden, sondern im Idealfall für mindestens eine Woche. Wie schwer das ist, kann jeder selbst bei sich testen. Denn der Versuchung, auf das Smartphone zu schauen, während die Nachrichten nur so aufploppen, kann so gut wie niemand widerstehen.

Was bringt die digitale Entgiftung?

Stressabbau
Ständige Erreichbarkeit fördert Stress, der sich negativ auf unsere Gesundheit auswirkt. Wer das Gefühl hat, immer abrufbereit sein zu müssen, kann nicht abschalten. Ob im Beruf oder privat – sich rausnehmen und dafür sorgen, dass man am Wochenende oder nach Feierabend auch einmal nicht erreichbar ist, baut langfristig Stress ab.

Das Energielevel steigt
Das Handy am Ohr, die Finger auf den Tasten, hier noch ein Post, da noch ein Like und noch schnell die E-Mail vom Chef beantworten – STOPP!!! Eine Auszeit vom digitalen Overload hilft dabei, die Batterien wieder aufzuladen, sich freier zu fühlen und Antriebslosigkeit zu bekämpfen.

Mehr Kreativität
Wer nicht immerzu der Gedankenwelt anderer in Form von Nachrichten aller Art ausgesetzt ist, tut sich leichter, den Kopf frei zu bekommen und neue Ideen zu entwickeln. Ohne Störungen von außen blüht die eigene Phantasie auf, kreative Gedanken entstehen und Lösungen kommen in Sicht, an die vorher nicht zu denken war.

Gesteigerte Konzentrationsfähigkeit
Regelmäßige „Entgiftungsphasen“ helfen dabei, sich besser und länger zu konzentrieren.  Denn ein paar Tage ohne digitalen Stress sorgen für einen klaren Kopf und eine strukturierte Denke.

3 Tipps, damit Digital Detox funktioniert

Einfach abschalten – klingt einfach. Ist es aber nicht. Mit unseren Tipps gelingt es Ihnen, die ersten Schritte aus der digitalen Falle zu machen:

1.    Sorgen Sie für eine gesunde Work-Life-Balance. Das bedeutet: Vor offiziellem Arbeitsbeginn, nach Feierabend und am Wochenende bleibt das Firmenhandy aus und der E-Mail-Account der Firma geschlossen. Ausnahmen gibt es immer, aber wenn diese zur Regel werden, sollte man die Reißleine ziehen.

2.    Nehmen Sie sich bewusst kleine Auszeiten im Alltag. Ein Spaziergang im Wald, der Rückweg vom Büro mit dem Fahrrad, ein Glas Wein auf dem Balkon, ein gutes Buch am Abend – definieren Sie für sich und Andere Zeiten, die nur Ihnen gehören.

3.    Nutzen Sie Urlaubszeiten, um wirklich richtig abzuschalten und digital zu entgiften. Das heißt: Während der Woche am Strand oder in den Bergen bleiben sowohl Privat- als auch Firmenhandy und -rechner zu Hause in der Schublade. Weisen Sie Kollegen und Chef darauf hin, dass Sie während der freien Zeit nicht zu erreichen sind. Und bereiten Sie den Urlaub akribisch vor, denn nur wenn Sie Wichtiges abgearbeitet oder übergeben haben, können Sie loslassen.