Die ungewöhnlichsten Transportmittel der Welt

Wenn man über die Erkennungsmerkmale eines Landes nachdenkt, fallen einem wohl zunächst dessen architektonische Sehenswürdigkeiten und dann kulinarische Kuriositäten ein. Aber irgendetwas fehlt doch noch? Die Verkehrsmittel natürlich! Und vielleicht haben Sie ja auch auf Geschäftsreise einmal die Möglichkeit, die landestypischen Fortbewegungsmittel auszuprobieren. Wenn Ihnen Taxi, Bus und Bahn zu sehr Mainstream sind, dann dürften die folgenden ungewöhnlichen Vehikel genau nach Ihrem Geschmack sein:

Die Ägyptische Feluke

Bei der ägyptischen Feluke handelt es sich um ein zweimastiges Segelboot aus Holz, das mit einer langjährigen Geschichte aufwarten kann. Denn früher wurde die Feluke auch als Kriegs- und Piratenschiff eingesetzt, später wurde sie dann zu einem Handelsschiff umfunktioniert. Das traditionelle Boot befährt die ägyptischen Küstengewässer, vor allem aber den Nil und kann bis zu zehn Personen transportieren. Die Fahrtdauer ist variabel von einer Stunde bis hin zu mehreren Tagen. Die Mannschaft kocht und abends wird Halt bei einem der kleinen Dörfer am Nilufer gemacht. So eine Segelfahrt ist also wesentlich authentischer als eine langweilige Nilkreuzfahrt und definitiv einen Versuch wert!   

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CocoTaxi
Das Kubanische Cocotaxi

Es macht unheimlichen Lärm und man bekommt den Fahrtwind wirklich voll zu spüren. Trotzdem erfreut sich das kubanische Cocotaxi sowohl bei Touristen als auch bei Einheimischen größter Beliebtheit.  Es handelt sich hierbei um eine Art Dreirad, das nach vorne hin geöffnet ist, zwei Beifahrer transportieren kann und mit seiner runden Form tatsächlich an eine Kokosnuss erinnert. Das Cocotaxi für die Einwohner ist schwarz lackiert und wesentlich günstiger als für Touristen. Diese müssen nach einem knallgelben Taxi Ausschau halten und zahlen umgerechnet einen Euro für eine Strecke von bis zu zehn Kilometern. Damit ist das Cocotaxi um einiges günstiger als ein normales Taxi und außerdem wesentlich luftiger als der stickige Bus.

Das Philippinische Habal-Habal

Beim legendären philippinischen Habal-Habal handelt es sich um ein Motorrad, das auch die entlegensten Orte über steile, schmale und schlecht befestigte Straßen erreicht. Es ist das wohl kleinste öffentliche Transportmittel. Auf einem Brett, das über die Rückbank gelegt wird, kann es bis zu fünf Leute mitnehmen. Für die Mutigsten unter Ihnen gibt es das Skylab, eine XXL-Version des Motorrads, das 13 Personen inklusive Gepäck auf zwei Brettern transportieren kann. Allerdings ist das Habal-Habal illegal, weshalb man im Falle eines Unfalls auch nicht versichert ist. Deshalb eignet sich dieses abenteuerliche Verkehrsmittel wirklich nur für risikofreudige Reisende und es ist unbedingt empfehlenswert, einen Helm zu tragen.

Habal-Habal