Das Schauspielhaus Düsseldorf

Wohl jeder Düsseldorfer Bürger kennt den prägnanten Bau des Schauspielhauses in der Düsseldorfer Innenstadt. Seine Geschichte begann 1747, als die Düsseldorfer für ihren Kurfürsten Karl Theodor das alte Gießhaus umbauten.

 

Das imposante Düsseldorfer Schauspielhaus mit geschwungener Fassade
Das Düsseldorfer Schauspielhaus mit geschwungener Fassade

1905 eröffneten Louise Dumont und Gustav Lindemann an der Karl-Theodor-Straße das Schauspielhaus Düsseldorf. Das Schauspielhaus wurde als Reformbühne berühmt, dem eine Theaterakademie angeschlossen war; ihr berühmtester Schüler wurde Gustaf Gründgens.

1932 starb Louise Dumont. Als das Experiment Deutsches Theater am Rhein (eine Theaterfusion des Schauspielhauses mit dem Schauspiel Köln) 1933 nach dem Machtwechsel scheiterte, erhielt Gustav Lindemann von den Nationalsozialisten keine Arbeitsmöglichkeit. Als der Krieg 1943 Düsseldorf erreichte, wurden auch die Bühnen bei Bombenangriffen zerstört.

Für die Jahre 1945 und 1946 übernahm Wolfgang Langhoff – vor dem Krieg Ensemblemitglied bei Dumont und Lindemann – die Intendanz. Als er nach Berlin ging, wurde Gustaf Gründgens 1947 auf diesen Posten berufen. Seine Begeisterung für das Theater riss trotz widriger Bedingungen alle mit. Inszenierungen, die in dieser Zeit entstanden, machten das Düsseldorfer Schauspielhaus zur bedeutendsten Theaterbühne Europas.

Das Düsseldorfer Schauspielhaus wurde am 10.4.1951 als Neue Schauspiel-GmbH in einer gemeinsamen Initiative des Landes NRW, der Stadt Düsseldorf, der Gesellschaft der Freunde des Düsseldorfer Schauspiels e.V. unter der Beteiligung des Deutschen Gewerkschaftsbundes gegründet.

Architektur

Das Schauspielhaus wurde von dem Architekten Bernhard Pfau entworfen und 1970 für das Publikum eröffnet. Die Grundrissdisposition weist eine kurvenreiche Linienführung auf; der skulpturale Baukörper ist eingeteilt in ein Großes Haus mit ca. 760 Zuschauerplätzen und ein Kleines Haus mit bis zu 300 Plätzen. Die wellenförmige, organisch-abstrakte Formensprache des Gebäudes erinnert an Metamorphose, an den Wandlungsprozess der Natur, lässt aber auch an einen überdimensionalen Theater-Vorhang denken.

Der Spielplan im September (Auszug)

  1. September: DER STURM von William Shakespeare, 19.30 – 21.30 Uhr
Fotocredit: Düsseldorfer Schauspielhaus
Fotocredit: Düsseldorfer Schauspielhaus
  1. September: MÄRZ, EIN KÜNSTLERLEBEN von Heinar Kipphardt, 18.00 – 20.15 Uhr
Fotocredit: Düsseldorfer Schauspielhaus
Fotocredit: Düsseldorfer Schauspielhaus

 

  1. September: DIE GERECHTEN von Albert Camus, 19.30 – 21.00 Uhr
  1. September: DIE VERWANDLUNG, Franz Kafka, 19.30 (Premiere)
  1. September: VIER MÄNNER IM NEBEL von Tim Firth (Komödie), 19.30 – 21.45 Uhr
Fotocredit: Düsseldorfer Schauspielhaus
Fotocredit: Düsseldorfer Schauspielhaus

 

  1. September: KÖNIGSALLEE, Hans Pleschinski, 19.30 Uhr
  1. Setember: MEPHISTO, Klaus Mann, 19.00 Uhr
  1. September: ABBA JETZT! Die unverschämte Hommage an die schwedischen Popgötter, 19.30
Fotocredit: Düsseldorfer Schauspielhaus
Fotocredit: Düsseldorfer Schauspielhaus

 

  1. September: SISTERS OF SWING – DIE GESCHICHTE DER ANDREW SISTERS, Beth Gilleland und Bob Beverage, 19.30 Uhr
  1. September: MEPHISTO, Klaus Mann, 19.30 Uhr
  1. September: MENSCHENSKIND, Dagmar Manzel, 19.30 Uhr

Informationen und Karten unter www.duesseldorfer-schauspielhaus.de